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SYSTEMSHOP24 Oberfräser / Holzbohrer

Erläuterung der Kurzzeichen für Schneidstoffgruppen:

Kurzzeichen nach EN 847-1 Schneidstoffgruppe
WS WS unlegierter Werkzeugstahl
SP SP legierter Werkzeugstahl
HSS HS hochlegierter Schnellschnittstahl
STE ST Stellit
HM HW Hartmetall
VHM VHW Vollhartmetall
DIA DP polykristalliner Diamant

 

Erläuterung der Kurzzeichen:

Kurzzeichen Erläuterung
Z Anzahl Schneiden
+ Anzahl Stirnschneiden
D Durchmesser
D1 Durchmesser 1
D2 Durchmesser 2
d Innendurchmesser
B Breite/Stärke/Schneidenbreite
L Länge
AL Arbeitslänge
AL1 Arbeitslänge 1
AL2 Arbeitslänge 2
R Radius
R1 Radius 1
R2 Radius 2
R3 Radius 3
FAT Falztiefe
T Profiltiefe
GL Gesamtlänge
S Schaftdurchmesser
SL Schaftlänge
RL Rechtslauf
LL Linkslauf
RL/LL Rechtslauf/Linkslauf
RD Rechtsdrall
LD Linksdrall
RD/LD Rechtsdrall/Linksdrall
MAN Handvorschub
MEC mechanischer Vorschub

 

Übersicht Umrechnung Werte mm in Zoll:

mm Zoll   mm Zoll
3,175 1/8"   104,775 4 1/8"
6,35 1/4"   107,95 4 1/4"
9,525 3/8"   111,125 4 3/8"
12,7 1/2"   114,3 4 1/2"
15,875 5/8"   117,475 4 5/8"
19,05 3/4"   120,65 4 3/4"
22,225 7/8"   123,825 4 7/8"
25,4 1"   127 5"
28,575 1 1/8"   130,175 5 1/8"
31,75 1 1/4"   133,35 5 1/4"
34,925 1 3/8"   136,525 5 3/8"
38,1 1 1/2"   139,7 5 1/2"
41,275 1 5/8"   142,875 5 5/8"
44,45 1 3/4"   146,05 5 3/4"
47,625 1 7/8"   149,225 5 7/8"
50,8 2"   152,4 6"
53,975 2 1/8"   155,575 6 1/8"
57,15 2 1/4"   158,75 6 1/4"
60,325 2 3/8"   161,925 6 3/8"
63,5 2 1/2"   165,1 6 1/2"
66,675 2 5/8"   168,275 6 5/8"
69,85 2 3/4"   171,45 6 3/4"
73,025 2 7/8"   174,625 6 7/8"
76,2 3"   177,8 7"
79,375 3 1/8"   180,975 7 1/8"
82,55 3 1/4"   184,15 7 1/4"
85,725 3 3/8"   187,325 7 3/8"
88,9 3 1/2"   190,5 7 1/2"
92,075 3 5/8"   193,675 7 5/8"
95,25 3 3/4"   196,85 7 3/4"
98,425 3 7/8"   200,025 7 7/8"
101,6 4"   203,2 8"

 

Arbeiten mit Fräswerkzeugen für die Holzbearbeitung

 

Vor dem Arbeiten:

Für den Arbeitsgang geeignetes Werkzeug auswählen und zugelassene Vorschubart auswählen/beachten.

 

Als Handvorschub (MAN) gilt:

  • Halten und Führen der Werkstücke von Hand

  • Arbeiten mit Vorschubapparat

  • Arbeiten mit Schiebeschlitten

  • Arbeiten mit Handmaschinen

 

Als mechanischer Vorschub (MEC) gilt:

  • Werkstücke und Werkzeuge werden während der Bearbeitung mechanisch geführt oder gehalten.

 

Werkzeug auf Beschädigung und lose Teile prüfen.

Nur scharfe Werkzeuge verwenden.

 

Kennzeichnung des Werkzeugs überprüfen.

 

Auf dem Tragkörper von Werkzeugen müssen nach DIN EN 847-1 folgende Kennzeichnungen vorhanden sein:

  • Name oder Zeichen des Herstellers/Lieferanten

  • Höchstdrehzahl bei MEC (zB. nmax 3000) oder

  • Drehzahlbereich bei MAN (zB. N 4500 – 9000)

  • Vorschubart: „MAN“ bzw. „MEC“

  • BG-Test“ (Das BG-Test-Zeichen kann freiwillig vom Werkzeughersteller angegeben werden.)

  • Kurzzeichen der Werkzeug-Schneidstoffgruppe (nur bei einteiligen und Verbundwerkzeugen)

 

Messerwechsel nach Betriebsanleitung durchführen.

  • Beim Ein- und Ausbauen der Werkzeuge sowie beim Messerwechsel Hände mit Handschuhen schützen.

  • Falls vorhanden, Werkzeugmontageblock benutzen.

  • Befestigungs- und Schärfzustand der Schneiden überprüfen.

  • Spannschrauben nur mit dem von der Herstellfirma vorgegebenen Werkzeugen lösen und festziehen (min. und max. Anziehmomente beachten).

  • Spannflächen am Tragkörper und an den Messern und Spannkeilen sauber halten.

  • Nur Orginalteile und Ersatzmesser verwenden.

 

Auswahl und Einstellung der optimalen Drehzahl

Für den vorgesehenen Bearbeitungsgang mit Hilfe des Drehzahlstufendiagramms die optimale Drehzahl des Werkzeugs ermitteln. Dabei die maximale Drehzahl (Herstellerangabe) nicht überschreiten.

 

empfohlene max. Drehzahl in Abhängigkeit des Durchmessers:

Durchmesser n max.
0-24mm 28000
25-30mm 24000
31-50mm 18000
51-76mm 16000
68-90mm 12000

 

Sicherer Betrieb von Fräswerkzeugen

  • Auflagefläche des Werkzeugs und der Fräsdornringe auf Sauberkeit und Beschädigung prüfen.

  • Zulässige Drehzahl berücksichtigen.

  • Drehrichtung des Werkzeugs beachten.

  • Werkzeug gegen Berühren sichern (Werkzeugverdeckung benutzen).

  • Nach Möglichkeit Vorschubapparat verwenden.

 

Werkzeugpflege

  • Leichtmetallwerkzeuge nur mit speziellem Lösemittel reinigen/entharzen.

  • Sicherheitsdatenblatt des verwendeten Lösemittels beachten.

  • Konzentration und Reinigungszeit des Lösemittels/Reinigers berücksichtigen.

  • Geeignete Schutzhandschuhe (lösemittelbeständig) tragen.

  • Werkzeuge sicher lagern/aufbewahren.

 

Arbeiten mit der Handoberfräsmaschine

Vor dem Arbeiten:

  • Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.

  • Zum Werkzeugwechsel und vor dem Beseitigen von Störungen Maschine von der Energiezufuhr trennen.

  • Sichere Werkstückauflage in ergonomischer Arbeitshöhe einrichten.

  • Werkstück gegen Verschieben sichern.

  • Führung der Maschine durch Winkelanschläge oder Führungslineal sicherstellen oder mit Werkzeugen mit Kugellageranlauf arbeiten.

  • In Handoberfräsmaschinen nur Fräswerkzeuge verwenden, die für Handvorschub zugelassen sind. Schaftfräser mit einem Schneidenkreisdurchmesser von 16 mm oder mehr müssen mit der Aufschrift „MAN“ und gegebenenfalls dem BG-TEST-Prüfzeichen oder, bei älteren Werkzeugen,
    mit der Aufschrift „HANDVORSCHUB“ oder dem BG-TEST-Prüfzeichen gekennzeichnet sein.

  • Mindesteinspannlänge des Fräswerkzeugs beachten.

 

Mindesteinspanntiefe für Schaftfräser nach DIN EN 847-2:

S L min.
≤10mm 20mm
10<S<25mm 2xS mm

 

  • Fräswerkzeug festspannen und auf festen Sitz prüfen.

  • Zulässige Drehzahl des Werkzeugs nicht überschreiten.

 

empfohlene max. Drehzahl in Abhängigkeit des Durchmessers:

Durchmesser n max.
0-24mm 28000
25-30mm 24000
31-50mm 18000
51-76mm 16000
68-90mm 12000

 

  • Höhe- und Tiefeneinstellung (Spanabnahme) des Fräswerkzeugs kontrollieren.

  • Mit abgesaugter Maschine arbeiten.
    An Industriestaubsauger (Filterklasse M) anschließen.

  • Persönliche Schutzausrüstung wie enganliegende Kleidung, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, Schutzbrille und, bei Bedarf, Atemschutz tragen.

Während der Arbeiten:

  • Maschine beidhändig führen.

  • Kabel und Absaugschlauch so führen, dass der Fräsvorgang nicht behindert wird.

  • Drehrichtung des Fräswerkzeugs beachten (im Gegenlauf fräsen).

 

Oberfräser-Gleichlauf-Gegenlauf-Hinweis

 

Oberfräser-Gleichlauf-Gegenlauf-Hinweis

 

Gegenlauf Gleichlauf
Messer taucht senkrecht in das Werkstück ein Messer taucht annähernd parallel in das Werkstück ein
keine Vorspaltung Vorspaltung möglich
keine Faserausrisse Faserausrisse möglich
kürzere Standzeit der Messer lange Standzeit der Messer
mechanischer Vorschub vorgeschrieben Handvorschub möglich

 

Nach dem Arbeiten:

  • Vor Ablegen der Maschine Stillstand des Fräswerkzeugs abwarten.

  • Fräswerkzeug scharf und sauber halten.

Besondere Arbeitsgänge:

Schablonenfräsen

  • Ausreichend dicke Schablonen verwenden, damit eine sichere Anlagefläche vorhanden ist.

  • Schablone ausreichend groß wählen, damit eine optimale Auflagefläche gewährleistet ist.

  • Sichere Verbindung zwischen Schablone und Werkstück herstellen (zB.: Spannen).

 

Nuten mit Schienensystem

  • Schiene sicher befestigen.

  • Tiefe Nuten in mehreren Arbeitsschritten fräsen.

  • Auf geeignete Drehzahlen achten (verhindert Erhitzen des Fräsers und Brandspuren).

  • Erhöhten Schnittdruck und Rückschlaggefahr beachten.

 

Kreise fräsen mit Stangenzirkel

  • Beim Durchfräsen Kreisausschnitte fixieren (Stehenlassen von Stegen oder auf Grundplatte befestigen).

  • Erhöhte Rückschlaggefahr durch Einklemmen des Fräswerkzeugs zwischen Werkstück und Abschnitt

 

Stationärer Betrieb

  • Es gelten die Bestimmungen für stationäre Tischfräsmaschinen.

  • Nur vom Hersteller der Oberfräse freigegebene Frästische mit Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten der Maschine verwenden (Bedienungsanleitung beachten).

  • Werkzeugverdeckung verwenden.

  • Sichere Werkstückführung gewährleisten durch Verwendung von zB. Nachschiebeholz oder Druckfedern und Druckkämmen.

  • Nur mit abgesaugter Maschine arbeiten.

Arbeiten an Tischfräsmaschinen

  • Bedienungsanleitung der Herstellfirma beachten

  • Werkstück auf Fremdkörper, Risse und lose Äste prüfen

  • Hilfsmittel bereithalten, zB. Werkzeugverdeckung ,Vorschubapparat, Andruckelemente, Spannlade Tischverlängerungen, Zuführelemente, Einstell- und Messinstrumente

  • Tischfräsmaschine an Absaugung anschließen

  • Einstellarbeiten an der Maschine nur im Stillstand vornehmen

  • Nur für Handvorschub geeignete Fräswerkzeuge – gekennzeichnet mit der Aufschrift "HANDVORSCHUB", "MAN" oder BG-TEST-Prüfzeichen – verwenden

  • Fräswerkzeuge ohne Beschriftung mit Prüfschablone kontrollieren, ggf. Werkzeug der Benutzung entziehen

  • Werkzeugeinstellung mit Hilfe einer Messuhr durchführen

  • Möglichst Vorschubapparat einsetzen

  • Andruckvorrichtungen und Werkzeugverdeckungen einstellen

  • Zur sicheren Werkstückführung durchgehenden Anschlag verwenden

  • Drehrichtung des Werkzeuges auf Gegenlauf kontrollieren

 

Oberfräser-Gleichlauf-Gegenlauf-Hinweis

 

Oberfräser-Gleichlauf-Gegenlauf-Hinweis

 

Gegenlauf Gleichlauf
Messer taucht senkrecht in das Werkstück ein Messer taucht annähernd parallel in das Werkstück ein
keine Vorspaltung Vorspaltung möglich
keine Faserausrisse Faserausrisse möglich
kürzere Standzeit der Messer lange Standzeit der Messer
mechanischer Vorschub vorgeschrieben Handvorschub möglich

 

  • Beim Einsetzfräsen Tischverlängerungen mit Queranschlägen anbringen. Bei kurzen Werkstücken Spannlade verwenden

  • Auf Stolperstellen achten, Fußboden im Bewegungsbereich um die Maschine frei von Stolperstellen halten

  • Eng anliegende Kleidung tragen

  • Sicherheitsschuhe tragen und Gehörschutz benutzen

  • Handschuhe nur bei Werkzeugwechsel tragen

  • Nur mit Absaugung arbeiten

Während der Arbeiten:

  • Vorschubapparat so einstellen, dass das Werkstück sicher am Anschlag geführt wird

  • Bei Handvorschub die Hände mit geschlossenen Fingern flach auf das Werkstück legen und gleichmäßig vorschieben

  • Probefräsen nur mit Schutzvorrichtungen durchführen

  • Werkstücke bei der Bearbeitung gegen Kippen sichern, dazu Tischverlängerungen, Tischverbreiterungen oder Andruckhilfen einsetzen

  • Bei Arbeitsunterbrechungen Maschine ausschalten

Nach dem Arbeiten:

  • Maschine und Absaugung ausschalten

  • Beim Reinigen Staubsauger verwenden, Druckluft vermeiden


 

Sicheres Arbeiten mit Fräswerkzeugen mit Hartmetallwechselschneiden

Umgang und Pflege

  • Immer in der Originalverpackung transportieren.

  • Nie mit den Schneiden gegen Metalloberflächen stoßen.

  • Beim Ein und Ausbauen die Hände mit Handschuhen oder einem Lappen schützen.

  • Mit Originalschlüssel die Befestigungsschrauben anziehen. Nur mit Originalschlüssel kann das vom Werkzeughersteller vorgesehene Anzugsmoment eingestellt werden.

Vorsichtsmaßnahmen

Bei der Kollision einer Schneide mit Werkstückanschlag, Werkstückspannelement, Absaughaube oder bei ungewöhnlichen Geräuschen Maschine sofort abschalten und

  • alle Schneiden ausbauen und auf Haarrisseprüfen (HM Schneide zerfällt beim Ausbau),

  • beschädigte Spannelemente gegen Originalteile tauschen,

  • beschädigte oder fehlende Schrauben durch Originalschrauben ersetzen,

  • Tragkörper mit gestauchtem oder deformiertem Plattensitz sofort verschrotten.

Schneidenwechsel

  • Betriebsanleitung des Werkzeugherstellers beachten,

  • alle Schneiden austauschen (Vermeiden von Unwucht),

  • Schraubenköpfe ausblasen, um beim Lösen der Schraube einen festen Sitz des Originalwerkzeugs herzustellen,

  • Wendeplatten, Plattensitz und Spannkeil von Ablagerungen säubern,

  • beim Einsetzen der Schneide auf passgenauen Plattensitz achten,

  • ALU Tragkörper nie im Alkali Bad reinigen,

  • das Schärfen der Schneiden darf nur von Fachleuten durchgeführt werden.

 

 

Schaft-Kennzeichnung nach DIN EN 847-2

  • Hersteller

  • Mindesteinspanntiefe

S L min.
≤10mm 20mm
10<S<25mm 2xS mm

 

  • Zulässige Drehzahl des Werkzeugs n.max

Durchmesser n max.
0-24mm 28000
25-30mm 24000
31-50mm 18000
51-76mm 16000
68-90mm 12000

 

  • Vorschubart: „MAN“ bzw. „MEC“

    • Als Handvorschub (MAN) gilt:

      • Halten und Führen der Werkstücke von Hand

      • Arbeiten mit Vorschubapparat

      • Arbeiten mit Schiebeschlitten

      • Arbeiten mit Handmaschinen

    • Als mechanischer Vorschub (MEC) gilt:

      • Werkstücke und Werkzeuge werden während der Bearbeitung mechanisch geführt oder gehalten.

  • Kurzkennzeichen mit Wert und Einheit

Tabelle

  • Exzentrizität

  • Kurzkennzeichen der Schneidstoffgruppe

Kurzzeichen nach EN 847-1 Schneidstoffgruppe
WS WS unlegierter Werkzeugstahl
SP SP legierter Werkzeugstahl
HSS HS hochlegierter Schnellschnittstahl
STE ST Stellit
HM HW Hartmetall
VHM VHW Vollhartmetall
DIA DP polykristalliner Diamant

 

Schaft Kennzeichnung nach DIN EN 847-2 von Oberfräsern / Schaftfräsern

 

 

 

 

mögliche Eintauchverfahren bei Oberfräsern mit Stirnschneide